Christival unter Beschuss - und wir als Christen alle mit

Sicher haben einige von euch die wilden und haarsträubenden Angriffe von Volker Beck, einem Abgeordneten der Grünen, auf das Christival mitbekommen. Ausgelöst wurden seine Angriffe von einem Seminar beim Christival, welches Menschen, die unter ihren homosexuellen Empfindungen leiden, Hilfe anbieten wollte. Aber Beck scheint sich über seine unverhoffte Popularität so zu freuen, dass er immer weiter schießt und das in einer unwürdigen und unsachlichen Art und Weise. Witzig, dass er genau so handelt und redet, wie er es anderen vorwirft: Diffamierend, Intolerant, absolut. Traurig, dass er das vor lauter Verblendung nicht zu merken scheint. Unser Ethik-Experte im Haus, Dr. Horst Afflerbach hat eine Stellungnahme von Wiedenest zu diesen Angriffen verfasst, die ich euch hier einfach mal zeigen will; denn ich schließe mich ihr uneingeschränkt an: Angriffe von Volker Beck und der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN auf Evangelikale Christen Stellungnahme des Missionshaus Bibelschule Wiedenest Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch ein unveräußerliches Recht darauf hat, selbstbestimmt zu leben. Das schließt auch die Wahlfreiheit zu einer Therapie mit dem Ziel der Abnahme homosexueller Neigungen ein. Es gibt viele Christen, die die Erfahrung gemacht haben, dass sie von ihrer homosexuellen Neigung geheilt wurden. Wissenschaftliche Studien, wie die von Robert Spitzer (2003), Columbia University New York, bestätigen, dass Therapien, die eine Abnahme sexueller Impulse zum Ziel haben, wirksam sind und keine schädliche Wirkung haben. Wir verstehen zwar, dass die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage die Mehrheits-Meinung teilt, dass Homosexualität nicht als Krankheit bezeichnet werden soll, also auch keiner Therapie bedarf und auch nicht einer Therapie zugänglich sei. Wir verwahren uns aber gegen die Unterstellung, dass davon abweichende Meinungen per se als unseriös und Hilfsangebote von vornherein als pseudowissenschaftlich diskreditiert werden. Es stellt aus unserer Sicht einen ungeheuren Vorgang der Diskriminierung dar, wenn man Menschen, die ihre homosexuelle Neigung als nicht wünschenswert empfinden, Heilungsmöglichkeiten vorenthalten will, nur weil das der Auffassung der Homosexuellen-Lobby widerspricht. Die Therapieangebote sind völlig freiwillig, sie werden niemandem aufgedrängt. Auch das auf dem Christival ursprünglich angebotene Seminar war kein Pflichtprogramm für die Christival-Teilnehmer, sondern ein Angebot für Betroffene. Wir treten als Christen für die Würde, die Autonomie und den freien Willen eines jeden Menschen ein. Dies schließt die Toleranz auch anders denkenden, empfindenden und handelnden Menschen gegenüber ein. Besonders Minderheiten müssen geschützt werden, wenn sie aufgrund ihrer religiösen und ethischen Überzeugungen zu vom gesellschaftlichen Mainstream abweichenden Auffassungen kommen. Dies trifft u.E. auch auf solche Menschen zu, die unter ihren homosexuellen Anlagen leiden und diese als unvereinbar mit ihren Wünschen und Überzeugungen sehen. Die Bemühungen um solche in unserer Gesellschaft weithin übersehenen Menschen dürfen nicht von vornherein diskreditiert werden.


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Kommentare

Das ist sehr treffend auf den Punkt gebracht.
Danke

Sehr gute Stellungnahme, doch Homosexualität als Krankheit zu betiteln ist denk ich nicht korrekt. Sünde ja, aber warum Krankheit?
Reaktion der Idea war cool: "steht auf, wenn ihr Christen seid!"

Ich fand den Kommentar von Ulrich Parzany in idea, den du Joachim ja meinst auch super. Sehr differenziert, weise und richtig.